Einladung zur Hauptversammlung 14

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 25.03.2012 hat in Oberhausen die Hauptversammlung des SB-NRW stattgefunden. 

Das Protokoll der Veranstaltung steht hier zum Download (pdf- Datei) bereit.

Darüber hinaus zum Nachlesen das Programm der Versammlung

(v.l.n.r.: Clemens Kaperschmidt, Schatzmeister Wolfgang Große, Ehrenvorsitzender Helmut Müllers, 2. Vorsitzender Guido Stöckmann, Präsident BDSE e.V. Heinrich Rösl, Helmut Ferch, Jürgen Heese, Günter Maifeld, 1. Vorsitzender Dr. Dirk Textor)

 

121. Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Deutscher Siedler und Eigenheimer e. V.:

 

 

Stabile Rahmenbedingungen fördern energetische Sanierungen

 

Am 11. und 12. Mai 2012 findet in Wesel die 121. Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Deutscher Siedler und Eigenheimer e. V. (BDSE) statt. Gastgebender Mitgliedsverband ist der Siedlerbund Nordrhein-Westfalen e. V.  Im Mittelpunkt der Tagung, die von Präsident Heinrich Rösl geleitet wird, steht die Förderung der energetischen Sanierung von Wohngebäuden.

 

Von den rund 15 Millionen Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland sind etwa 2/3 freistehende Gebäude und haben somit die meisten Außenflächen. Damit haben diese Eigentümer bei einer energetischen Sanierung überproportional hohe Kosten zu tragen. Somit sind Eigenheimer besonders stark von der geforderten Energieeinsparung und denen sich dadurch ergebenen Investitionen betroffen.

 

Diese Bevölkerungsgruppe wird bei den Diskussionen und in der Lobbyarbeit jedoch kaum wahrgenommen, obwohl  es sich um rund die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland handelt. Erschwerend kommt hinzu, dass in der Politik häufig die Auffassung vertreten wird, dass derjenige, der ein Einfamilienhaus hat, „reich“ sei und somit die Kosten der Energiewende aus eigener Tasche tragen könne. Dies ist jedoch falsch. Ein überdurchschnittlich hoher Anteil der klassischen Eigenheimer sind entweder Rentner oder Familien mit Kindern. Auch diese sind genauso auf öffentliche Förderung angewiesen wie der vermietende Eigentümer, wenn dessen Mieter nicht höher belastet werden sollen, als sie eine Kosteneinsparung bei den Heizkosten erzielen.

 

Insgesamt wird beklagt, dass die notwendige Sanierungsquote von zwei Prozent nicht erreicht wird bzw. dass der Umfang der Sanierungen rückläufig sei. Bei einem genaueren Blick verwundert diese Entwicklung nicht. Um langfristige und kostenintensive Investitionen zu tätigen, werden längerfristig konstante Rahmenbedingungen benötigt, und zwar sowohl finanzieller als auch technischer Art. Die sich teilweise mehrfach pro Jahr sind ändernden Fördergelder bzw. Förderbedingungen und die regelmäßigen Änderungen bei der Energieeinsparverordnung verunsichern die Eigentümer anstatt sie zu einer energetischen Sanierung zu motivieren.

 

Hieraus leiten sich für den BDSE folgende Forderungen ab:

 

Förderung

Die Förderung von energetischen Sanierungen muss kontinuierlich sowohl der Höhe als auch den Bedingungen nach gestaltet sein. Die Förderung soll wahlweise durch zinsverbilligte Darlehen, Zuschüsse und steuerliche Abschreibungen erfolgen. Die Förderbedingungen sollten auch für den Laien verständlich gefasst sein und es sollte von überflüssiger Bürokratie abgesehen werden. Die Förderung des Bundes sollte bei der KfW-Förderbank zusammengefasst werden.

 

Technischen Anforderungen

Durch die regelmäßige Verschärfung der energetischen Anforderungen in der Energieeinsparverordnung „veralten“ bereits aufgeführte Maßnahmen, da diese schon nach wenigen Jahren nicht mehr den dann aktuellen Anforderungen entsprechen. Dies führt dazu, dass Eigentümer abwarten, bis die neuen Anforderungen gelten; häufig werden nach Inkrafttreten von Änderungen bereits weitere Änderungen angekündigt, so dass wiederum eine Verunsicherung entsteht.

 

Teilsanierungen

Energetische Teilsanierungen sollten gewollt sein und daher auch besser als bisher gefördert werden. Nur wenige Eigentümer können die Gelder für eine Komplettsanierung aufbringen, Teilmaßnahmen hingegen lassen sich leichter finanzieren und bringen auch gewünschte Effekte.

 

Keine Koppelung

Die Durchführung von einzelnen Maßnahmen sollte nicht mit weiteren Maßnahmen gekoppelt werden. Kann ein Eigentümer den Austausch der Heizungsanlage finanzieren, wird er aber gezwungen, z. B. gleichzeitig eine Solaranlage zu installieren, kann dann eine Finanzierung nicht mehr möglich sein. Als Folge wird in diesem Fall auch die Heizung nicht erneuert, und es ergibt sich überhaupt kein energetischer Effekt. Auf eine sinnvolle Maßnahme sollte nicht zwangsweise eine weitere Maßnahme drauf gesattelt werden.

 

Mietrecht

Die seit 2009 angekündigten Änderungen im Mietrecht müssen endlich umgesetzt werden. Auch hier warten Eigentümer ab und werden erst investieren, wenn die vorgesehenen Erleichterungen im Mietrecht gelten.

 

Fazit:

Auch ohne staatlichen Zwang lassen sich unter stabilen Bedingungen die Sanierungsziele erreichen.

 

 

 

120. Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Deutscher Siedler und Eigenheimer e. V. 

Eigenheimer fordern staatliche Unterstützung bei Gebäudesanierung

Am 21. und 22. Oktober 2011 fand in Königs Wusterhausen bei Berlin die 120. Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Deutscher Siedler und Eigenheimer e. V. (BDSE) statt. Gastgebender Mitgliedsverband war die Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburgischer Eigenheimer und Siedler.  Zentrale Themen der Tagung, die von Präsident Heinrich Rösl geleitet wurde, waren die energetische Sanierung und der altersgerechte Umbau von Wohngebäuden. Außerdem stand die Neuwahl des Präsidiums auf dem Programm.

 

Steuerliche Förderung der energetischen Sanierung

Das von der Bundesregierung vorgelegte Gesetz zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung sah vor, dass die Aufwendungen für energetische Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden innerhalb von 10 Jahren steuerlich geltend gemacht werden können. Leider hat der Bundesrat in seiner Sitzung am 08. Juli 2011 wegen der befürchteten Steuerausfälle dem Gesetz seine Zustimmung verweigert. Weder Bundesrat noch Bundestag haben bisher den Vermittlungsausschuss angerufen, weshalb ein Scheitern des Gesetzes droht. Die Hausbesitzer sind völlig verunsichert.

 

Die energetischen Gebäudesanierungen sind 2011 im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte gesunken, so eine Schätzung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Einen Grund sieht die dena in der Kontroverse um steuerliche Anreize für energetische Sanierungen, die die Hausbesitzer verunsichert. Die steuerliche Förderung von Sanierungen wäre das lang erwartete Bekenntnis der Bundesregierung, zu einem selbstgesetzten Klimaziel, die Treibhausemissionen um 40 Prozent zu senken. Und es wäre endlich wieder ein positives Signal für die Hauseigentümer.

 

Bei einer Ablehnung der steuerlichen Förderung wird übersehen, dass diese das 8- bis 9-fache an Investitionen auslöst und somit sogar zu Steuermehreinnahmen führt und nicht zu den befürchteten Steuerausfällen. Impulse für die Bauwirtschaft und Handwerker könnten angesichts der sich momentan abzeichnenden Konjunkturabschwächung zudem wie ein Konjunkturprogramm wirken.

 

 

Wenn manche Bundesländer kritisieren, dass eine steuerliche Absetzbarkeit von Sanierungsmaßnahmen in erster Linie die Besserverdienenden unterstützt, und stattdessen eine vom Einkommen unabhängige Förderung fordern, könnte diesbezüglich im Vermittlungsausschuss sicher eine Lösung gefunden werden.

 

Klar ist, dass die deutschen Wohneigentümer die Herkules-Aufgabe, die energetische Bilanz der Bestandsimmobilien zu verbessern, alleine nicht stemmen können. Die Politik darf ihnen daher die attraktivste, einfachste und motivierendste Form der Unterstützung nicht verweigern.

 

 

Fortführung des Kfw-Programms „Altersgerecht Umbauen“

Nach einer im Mai 2011 veröffentlichten Studie, die das Kuratorium Deutsche Altershilfe im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erstellt hat, wird im Jahr 2038 ein Drittel der Bevölkerung über 65 Jahre sein. Dementsprechend wird auch der Bedarf an altersgerecht angepassten Wohnungen steigen. Umso unverständlicher ist es, dass die Bundesregierung im Haushalt 2012 keinerlei KfW-Fördermittel für den altersgerechten Umbau von Bestandsimmobilien vorgesehen hat.

Die Folge unzureichend ausgestatteter Wohnungen ist, dass mehr Menschen in Alten- und Pflegeheimen umziehen müssen, anstatt in ihrer gewohnten Umgebung bleiben zu können. Dies kostet die Kommunen viel Geld und entspricht auch nicht dem Wunsch der betroffenen Senioren. Das Programm hilft also nicht nur, Pflegekosten zu sparen und die öffentlichen Kassen zu entlasten, sondern es erhöht vor allem die Lebensqualität der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger

Das Problem der nicht alters- und behindertengerechten Wohnungen ist kein Problem der Zukunft. Bereits heute besteht bei rund 83 % der aktuell elf Millionen Seniorenhaushalte erheblicher Anpassungsbedarf des Wohnraums. Entsprechend ist es empfehlenswert, seine Wohnung nicht erst dann umzubauen, wenn der Notfall eingetreten ist und die Zeit drängt.

Das KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ ist das einzige Förderprogramm, das auch für präventive Anpassungsmaßnahmen genutzt werden kann. Es ist nicht gebunden an persönliche Voraussetzungen wie Einkommen oder Vermögensgrenzen, auch nicht an bereits vorhandene gesundheitliche Einschränkungen.

Das Thema „Altersgerecht Umbauen“ kann über dieses Programm mehr ins Bewusstsein der alternden Gesellschaft gerückt und befördert werden. Im besten Falle kann es zu Initialzündungen kommen, die nicht nur auf individueller Ebene greifen, sondern auch ganzheitlichere Lösungen inkl. sozialer Dienstleistungen etc. anstoßen. In diesem Sinne ist das Programm auch ein Förderprogramm für die heimische Konjunktur, für das Bauhandwerk, indem mit relativ wenig staatlichen Mitteln ein Mehrfaches an privaten Mitteln akquiriert und aktiviert wird.

Überdies wäre nicht nur die Weiterführung des KfW-Programms „Altersgerecht Umbauen“ sinnvoll, sondern auch die Möglichkeit zur Kopplung mit der Förderung zur energetischen Sanierung vernünftig.

Der BDSE fordert daher eine dauerhafte Bereitstellung der Fördermittel in unveränderter Höhe für eine altersgerechte Modernisierung von Immobilien.

 

Neuwahl des Präsidiums

Bei den anstehenden Neuwahlen wurde Präsident Heinrich Rösl vom Eigenheimerverband Bayern einstimmig im Amt bestätigt. Zu Vizepräsidenten wurden mit großer Mehrheit Frank Behrend von der Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburgischer Eigenheimer und Siedler

sowie Klaus Otto vom Landesverband der Gartenfreunde Baden-Württemberg gewählt.

 

Foto: Richler

Das neue Präsidium (v.l.n.r. ). Vizepräsident Frank Behrend, Präsident Heinrich Rösl und Vizepräsident Klaus Otto.